Holašovice (Holaschowitz)


   Volksarchitektur
   Die Volksarchitektur, namentlich das südböhmische Barock, steht unter Denkmalschutz an vielen Orten des Budweiser Bezirkes, namentlich in den denkmalgeschützen Reservaten der Volksarchitektur in Holašovice, Chr᚝any, Mazelov, Záboøí, Plástovice, in den dörflichen denkwürdigen geschützten Zonen in Zbudov, Opatovice. Zur Volksarchitektur zählt auch eine Reihe von Kapellchen und Martersäulchen, die immer wirkungsvoll in die Landschaft eingesetzt wurden.


  Holašovice
(westlich von Èeské Budìjovice gelegen) stellt einen urbanistisch einheitlichen Komplex der Volksarchitektur dar, der in den Jahren 1840 - 1880 erbaut wurde. Ebenso wie in anderen südböhmischen Gemeinden umsäumen die Bauernanwesen mit malerisch gestalteten, mit Stuck verzierten Giebeln und Einfahrten auch hier einen länglichen Dorfplatz mit einer Kapelle.
   Die Hausfronten verraten eine Inspiration durch den Klassizismus, aber ihre Realisation und Ausschmückung bezeugen vor allem das ästhetische Empfinden der lokalen Volksbaumeister. Diese Architektur ist deshalb mit dem Milieu eng verbunden, in dem sie entstand.


   Ponìdrážka. Gemeinde mit dem in Böhmen am besten erhaltenen Ensemble von Bauernhöfen aus der Mitte des 19. Jh. mit charakteristischer Stuckverzierung der Fassaden.
  Vlastiboø. Südböhmisches Dorf im Moor bei Sobìslav mit wertvoller Volksarchitektur aus der 2. Hälfte des 19. Jh.. Die Bauernhöfe und Speicher haben Stirnwände mit reicher Stuckverzierung.
  Záluží. In der Gemeinde befindet sich ein Ensemble gemauerter Gehöfte mit drei verzierten Giebeln aus der zweiten Hälfte des 19. Jh., wie sie für das Gebiet der Sobìslaver Torfgründe charakteristisch sind, einschließlich des Glockenturmes und der Dorfschmiede.