Böhmerwald


   Der Böhmerwald ist ein etwa 130 km langer Gebirgszug an der Südwestgrenze Böhmens zu Österreich und Deutschland. Der überwiegende Teil des Gebietes ist von Fichtenwäldern bedeckt. An seiner südwestlichen Seite fällt das Gebirge schroff ab, ins böhmische Binnenland weniger steil.    Die höchsten Gipfel des böhmischen Teiles sind die Grenzberge Plechý (Plöckenstein, 1.378 m) und Trojmezná (Bayerischer Plöckenstein, 1.361m). In einer Höhe von mehr als tausend Metern über dem Meeresspiegel findet man im Böhmerwald mehrere Seen, z.B. den Plöckensteiner (Plešné),den Stubenbacher (Prášilské), den Schwarzen See (Èerné) und den Teufelssee (Èertovo). Urwald Boubín. Naturschutzgebiet des mitteleuropäischen Urwalds am Südhang des bewaldeten Berges Boubín (1.362 m) im Boubíner Bergland des Böhmerwaldes. Es hat ein Ausmaß von 660 ha und es wurde 1858 gegründet. Im Naturschutzgebiet blieb die ursprüngliche proportionelle Zusammensetzung des Baumbestandes - Buche, Fichte, Tanne - erhalten Durch den Urwald fließt der Kaplicer Bach.

   Vydra (Widra). Wildromantisches Felsental der Widra mit Wasserfällen und den sog. Riesentöpfen, naturbelassene Vorgebirgswälder. Ein sieben Kilometer langer Lehrpfad von Èeòkova Pila zum königlichen Gehöft Antýgl.
   Èertova stìna (Teufelswand). Felswand mit hervortretenden Quadern am Oberrand und mit dem charakteristischen Quaderzerfall des Granits, die in ein zum tiefen Moldautal abfallendes Steinmeer übergeht. Die romantische Szenerie ergänzen alte Wälder. Ausblick von der sog. Teufelskanzel, die vom Parkplatz zu erreichen ist.
   Kle (Schöninger). Der höchste Gipfel (1.083 m) des Bergzuges Blanský les. Auf dem Berggipfel befindet sich ein steinerner Aussichtsturm aus dem Jahre 1825, eine Berghütte, eine Einrichtung des Fernmeldewesens und eine Sternwarte. Die Rundaussicht reicht tief ins Innere von Böhmen, in den Böhmerwald und bei guter Sicht bis zu den Alpen.